Uralte Rezepte aus unserer „Ahnen“-Küche – entdecke wieder unsere alten Schätze

Der Sauerteig begleitet mich bereits jahrzehntelang. Als mein kleiner zweijähriger Sohn Hautprobleme bekam (das ist über 30 Jahre her) und damals sein Lieblingsbrot Toastbrot gewesen war, fand ich durch Beobachtung heraus, dass der Ausschlag immer nach dessen Verzehr am Schlimmsten wurde. Also begab ich mich auf meine erste «Reise» in das Wissensgebiet der Zusammensetzung und Herstellung von Brot… Ich wusste damals nicht viel. Nur dass das Brot, das ich ab da selbst, mit Sauerteig von einem Bauern in Oberemmel, buk oder backte, meinem Sohn wesentlich besser bekam und die Hautprobleme sich reduzierten.
Manche behandeln den Sauerteig wie ein Familienmitglied. Ja, er muss gefüttert und umsorgt werden. In Italien gibt es Familien, in denen «derselbe» Sauerteig seit Generationen weitergegeben wird.
Wir wissen natürlich nicht, welche Energie dort mit jedem neuen Gehenlassen und wieder Füttern weitergegeben wird.
Aber was wir heute wissen, ist, dass der Sauerteig das schwer verdauliche Mehl (vor allem Vollkorn) verträglicher macht. Denn der Säuerungsprozess zerstört die Phytinsäure, die die Mineralien und Spurenelemente für das Keimen in der Schale zurückhält (das gilt auch für das Einweichen von Nüssen und Hülsenfrüchten). Und dadurch kommen uns diese wertvollen Stoffe beim Verzehr zu Gute. Ich bin immer wieder fasziniert, wie ausgeklügelt die Natur ist. Mit dem Sauerteig bekommen wir ein Quentchen mehr an gesunden Stoffen. Und mit dem Sauerkraut selbst auch noch etwas dazu.
Termine:
Samstags von 20.00 – 21.00 Uhr (Sauerteig anrühren) und sonntags von 9.00 – 11.00 Uhr
(Backen und Sauerkraut herstellen)
Anmeldung bis 3 Tage vorher. optimal 4 Teilnehmer, bei weniger Anmeldungen
individuelle Absprache
Mitbringen:
Für das Brotbacken:

- Eine ca. 20 cm Durchmesser große Schüssel mit Deckel oder/und ein Küchentuch
- Eine Backform (Kastenform wäre super) mit Backpapier, wenn du hast ca. 10×20 cm
- Ein Liter gutes Quellwasser, wenn möglich (ich kann gefiltertes Hahnenwasser anbieten)
- Einen kleinen Behälter mit Deckel für den Sauerteig, den du mit nach Hause nimmst
Für das Sauerkraut:
- Eine ca. 20 cm Durchmesser große Schüssel
- 1 (Feder-)Kohl und/oder noch anderes Gemüse, wie Karotten
- ein großes Glas oder einen Tonkrug, ein Gummiband zum Verschließen
- ein Schneidebrett und ein großes Messer (ich habe nur ein Schneidebrett)
- Saubere Steine zum Drücken und Beschweren, die in das Glas passen müssen
Ich stelle: Roggenmehl, Dinkelmehl, Sauerteig, wenn gewollt Sonnenblumenkerne, Himalaya-Salz, Besteck und für das Sauerkraut Lorbeer, Küchenpapier und natürlich Raum und den Ofen zur Verfügung.
Ablauf:
Treffen zu einem gemütlichen „Sauerteig-Anrühr-Abend“.
Wir stellen uns gegenseitig vor, ich erzähle ein bisschen über unsere alten Küchen-Traditionen und die Vorteile dem „Säuerungsprozess“ für unsere Ernährung – auf Deutsch, Englisch oder Französisch. Und dazu gibt es ein Schlückchen meines „Honig-Weins“ (kaum Alkohol).
Jeder deckt seinen Sauerteig zum „Arbeiten“ über Nacht ab und wir treen uns am nächsten Morgen wieder.
Am nächsten Morgen:
Es gibt Kaffee und Muffins zur Begrüßung.
Wir entnehmen unserer großen Schüssel etwas Sauerteig für dein nächstes Mal.
Nun mischen wir den Teig mit weiterem Mehl, Salz, Wasser und ggf. anderen Zutaten
(manche mögen auch Fenchelsamen darin, der gerade überall wächst
(verdauungsfördernd) und lassen ihn mindestens 1-2 Stunden in der Backform gehen.
Wir nutzen die Wartezeit und schneiden den Kohl bzw. das Gemüse in kleine Teile,
Salzen, Kneten in der gereinigten Schüssel und füllen diesen in unsere mitgebrachten
Gläser.
Nach ca. 1-2 Stunden ist unser Brotteig fertig zum Kneten und Backen.
Je nach Anzahl der Anmeldungen kann ich 4 Brote gleichzeitig backen. Bei mehr
Anmeldungen, weichen wir auf einen größeren Raum aus, oder du nimmst deine
Backform mit dem Teig mit nach Hause und backst es da.
Du nimmst deinen Sauerteig-Vorrat mit nach Hause. Bitte stelle ihn in den Kühlschrank.
Er kann dort maximal 10 Tage verweilen, bis du ihn füttern bzw. wieder Backen solltest.
Außerdem nimmst du das Glas Sauerkraut mit und stellst es ebenfalls bei dir zuhause
nach drei Tagen, in denen du regelmäßig den Kohl wieder zusammendrückst (er muss
immer mit der Flüssigkeit bedeckt sein) dann mit einem geschlossenen Deckel
entweder in den Kühlschrank oder in einen kühlen Keller.
Unsere Nahrung soll unsere Medizin und unsere Medizin soll unsere Nahrung sein.
Zitat Hippokrates
Unsere Ahnen wussten es! Lasst es uns gemeinsam wiederentdecken: Das alte Wissen!
Anfragen oder Anmeldung individuell über Kontakt
Bei genügend Anmeldungen erstelle ich eine WhatsApp-Gruppe für nähere Absprachen.
Ich freue mich darauf, dieses Wissen mit dir zu teilen
Deine Monika
Wiborada – Weiberrat
